Forschung & Innovation

Kreislaufwirtschaft gemeinsam weiterentwickeln

RETEK verbindet langjährige Erfahrung aus Fahrzeugdemontage und Verwertung mit gemeinsamer Forschung. Als Mitglied der Open Hybrid LabFactory und Projektpartner im Verbundprojekt SARESA bringt das Unternehmen reale Fahrzeuge, Prozessdaten und operatives Wissen in die Entwicklung neuer Kreislauflösungen ein.

Forschung aus der Praxis

Reale Prozesse als Grundlage für neue Lösungen

Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft muss sich unter betrieblichen Bedingungen bewähren. Fahrzeuge unterscheiden sich in Bauweise, Zustand, Ausstattung und Materialzusammensetzung. Auch Demontagezeiten, Sicherheitsanforderungen und mögliche Verwertungswege variieren.

RETEK bringt diese praktische Perspektive in die Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Industrie ein. So können Forschungsansätze an realen Fahrzeugen und Bauteilen untersucht und hinsichtlich ihrer technischen, ökologischen und wirtschaftlichen Umsetzbarkeit bewertet werden.

Demontagepraxis

Erfahrungen aus der Bearbeitung unterschiedlicher Fahrzeugtypen, Bauteile und technischer Systeme.

Prozessdaten

Belastbare Daten zu Demontagezeiten, Prozessschritten, Zuständen und Verwertungswegen.

Industrielle Umsetzbarkeit

Bewertung neuer Methoden mit Blick auf Sicherheit, Qualität, Skalierbarkeit und Wirtschaftlichkeit.

Open Hybrid LabFactory

Mitglied in einem Netzwerk aus Wissenschaft und Industrie

Die Open Hybrid LabFactory, kurz OHLF, ist ein Forschungscampus in Wolfsburg. Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen arbeiten dort gemeinsam an Technologien für nachhaltigen Leichtbau, Ressourceneffizienz und automobile Kreislaufwirtschaft.

RETEK ist Mitglied im Open Hybrid LabFactory e. V. und als Wirtschaftspartner Teil dieses Netzwerks. Das Unternehmen ergänzt die vorhandenen Kompetenzen um praktische Erfahrung aus Demontage, Wiederverwendung und Verwertung. Die Mitgliedschaft bildet den organisatorischen und fachlichen Rahmen für Austausch und gemeinsame Forschung. Eines der konkreten Vorhaben innerhalb dieses Forschungscampus ist das Verbundprojekt SARESA.

Standort

Wolfsburg

Struktur

Forschungscampus und Partnernetzwerk

RETEK

Mitglied und Wirtschaftspartner

Verbundprojekt SARESA

Strategische Rückgewinnung von Ressourcen aus Altprodukten

SARESA ist ein Verbundprojekt der dritten Förderphase des Forschungscampus OHLF. Von März 2025 bis Februar 2030 arbeiten 13 Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam an Methoden und Technologien für eine effizientere und nachhaltigere Verwertung von Altprodukten.

Ziel ist es, Bauteile und Materialfraktionen zu identifizieren, ihr Potenzial für Rückgewinnung und Wiederverwendung zu bestimmen und ein Downcycling hochwertiger Materialien möglichst zu vermeiden. Dafür werden digitale Werkzeuge zur Demontageplanung sowie neue Demontage-, Trenn- und Automatisierungstechnologien entwickelt und untersucht.

03/2025–02/2030

Projektlaufzeit

13

Projektpartner

3. Förderphase

Forschungscampus OHLF

Zustandsanalyse

Automatisierte Erfassung und Bewertung des individuellen Zustands von Altprodukten und Bauteilen.

Demontageplanung

Digitale Planung geeigneter Demontage- und Zerlegeprozesse auf Grundlage der erfassten Produktdaten.

Automatisierte Demontage

Entwicklung und Erprobung flexibler Technologien für zerstörungsfreie und zerstörende Trennprozesse.

Materialrückgewinnung

Rückgewinnung hochwertiger Komponenten und möglichst sortenreiner Materialfraktionen für weitere Nutzung und Recycling.

Beitrag von RETEK

Operative Erfahrung als Forschungsgrundlage

RETEK übernimmt im Verbundprojekt die Rolle eines industriellen Praxispartners. Das Unternehmen stellt reale Anwendungsfälle bereit, erhebt Daten aus Demontage und Verwertung und unterstützt die Bewertung neuer Abläufe unter betrieblichen Bedingungen.

Reale Versuchsträger

Bereitstellung geeigneter Altfahrzeuge, Fahrzeugsegmente und Bauteile für Untersuchungen und Versuche.

Demontage- und Prozessdaten

Erfassung von Demontagezeiten, Arbeitsschritten und weiteren Prozessdaten aus der praktischen Fahrzeugbearbeitung.

Zustands- und Verwertungswissen

Einbringung von Zustands-, Defekt- und Verwertungsdaten zur Beurteilung geeigneter Demontage- und Verwertungswege.

Leitungssatz-Screening

Untersuchung von Leitungssätzen und der darin enthaltenen Material- und Rückgewinnungspotenziale.

Die gewonnenen Daten und Erfahrungen fließen in die Entwicklung und Bewertung standardisierter Demontageabläufe und möglicher Automatisierungsszenarien ein. Die Projektarbeit läuft; abschließende Ergebnisse werden daher noch nicht vorweggenommen.

Transfer in die Praxis

Von der betrieblichen Fragestellung zur anwendbaren Lösung

Der Nutzen gemeinsamer Forschung entsteht, wenn Erkenntnisse in sichere, nachvollziehbare und wirtschaftlich tragfähige Prozesse übertragen werden können. RETEK verbindet deshalb die praktische Ausgangssituation mit Datenerhebung, gemeinsamer Entwicklung und betrieblicher Bewertung.

01

Praxisfrage

Konkrete Herausforderungen aus Demontage, Wiederverwendung und Verwertung werden beschrieben.

02

Daten und Versuche

Reale Fahrzeuge, Bauteile und Prozessdaten schaffen eine belastbare Untersuchungsgrundlage.

03

Gemeinsame Entwicklung

Wissenschaft und Industrie entwickeln und untersuchen geeignete Methoden, Werkzeuge und Abläufe.

04

Bewertung und Transfer

Die Übertragbarkeit auf betriebliche Prozesse wird technisch, ökologisch und wirtschaftlich bewertet.

Zusammenarbeit

Gemeinsam an zirkulären Fahrzeuglösungen arbeiten

RETEK ist offen für den Austausch mit Fahrzeugherstellern, wissenschaftlichen Einrichtungen, Technologieunternehmen und weiteren Partnern, die Demontage, Wiederverwendung und hochwertige Materialrückgewinnung weiterentwickeln möchten.