Wiederverwendung und Verwertung

Bauteile weiterverwenden, Materialien gezielt verwerten

Fahrzeuge und Fahrzeugbestände enthalten Bauteile und Materialien mit unterschiedlichem Verwertungspotenzial. RETEK verbindet die gezielte Demontage geeigneter Komponenten mit ihrer Bereitstellung für die B2B-Vermarktung und der materialorientierten Behandlung verbleibender Fahrzeugbestandteile.

Welche Verwertungswege geeignet sind, hängt unter anderem von Fahrzeugzustand, Schadenbild, Projektvorgaben, technischer Eignung und wirtschaftlicher Verwertbarkeit ab.

Zwei Wege, ein abgestimmtes Projektziel

  • geeignete Komponenten für eine weitere Verwendung bereitstellen
  • Motoren, Getriebe, größere Teilebestände und Fahrzeugpakete für B2B-Abnehmer bündeln
  • verbleibende Materialien geeigneten Verwertungswegen zuführen
  • Projektvorgaben und Ausschlüsse bei der Auswahl der Verwertungswege berücksichtigen

Verwertungswege

Wiederverwendung und stoffliche Verwertung klar unterscheiden

Die weitere Verwendung geeigneter Komponenten und die Verwertung enthaltener Materialien verfolgen unterschiedliche Ziele. Deshalb wird projektbezogen festgelegt, welche Fahrzeuge oder Bauteile für eine B2B-Wiederverwendung vorgesehen sind und welche Bestandteile materialorientiert weiterbehandelt werden.

Die Entscheidung erfolgt nicht pauschal für den gesamten Fahrzeugbestand. Innerhalb eines Projekts können unterschiedliche Fahrzeuge, Komponenten und Materialfraktionen verschiedenen Wegen zugeordnet werden.

Wiederverwendung von Komponenten

Geeignete Bauteile werden gezielt demontiert, projektbezogen zugeordnet und für eine weitere Nutzung im B2B-Markt bereitgestellt.

Stoffliche Verwertung

Fahrzeugbestandteile ohne vorgesehenen Wiederverwendungsweg werden nach Möglichkeit getrennt und geeigneten Recycling-, Verwertungs- oder Schredderunternehmen zugeführt.

Keine Teilegewinnung gewünscht?

Wenn Fahrzeuge oder festgelegte Komponenten dauerhaft unbrauchbar gemacht werden müssen und eine weitere Verwendung ausdrücklich ausgeschlossen ist, handelt es sich um einen kontrollierten Verschrottungsauftrag.

Typische Ausgangsbestände

Unterschiedliche Fahrzeuge, unterschiedliche Potenziale

Wiederverwendungs- und Verwertungspotenziale entstehen in unterschiedlichen Projektsituationen. Entscheidend ist, dass Zustand, Verwendungsfreigaben und gewünschtes Ergebnis vor der Behandlung eindeutig eingeordnet werden.

Rückläufer und Ersatzteilträger

Fahrzeuge, die nicht mehr als vollständige Fahrzeuge genutzt werden sollen, können als Ausgangsbasis für die gezielte Gewinnung geeigneter Komponenten dienen.

Beschädigte Fahrzeuge und Vollverschrotter

Abhängig von Schadenbild und Projektvorgaben können noch geeignete Komponenten gewonnen werden. Fahrzeuge ohne vorgesehenes Wiederverwendungspotenzial werden materialorientiert behandelt.

Größere und gemischte Bestände

Bei größeren Beständen können Fahrzeuge und Komponenten nach einheitlichen Projektvorgaben eingeordnet und unterschiedlichen Wiederverwendungs- oder Verwertungswegen zugeordnet werden.

Projektbezogener Ablauf

Vom Fahrzeugbestand zu definierten Verwertungswegen

Der Ablauf wird an Art, Zustand und Umfang des Fahrzeugbestands sowie an die Anforderungen des Auftraggebers angepasst. Die folgenden Schritte zeigen einen typischen Projektverlauf.

01

Projektziel festlegen

Gewünschte Wiederverwendungs- und Verwertungswege sowie mögliche Ausschlüsse werden mit dem Auftraggeber eingeordnet.

02

Bestand bewerten

Fahrzeugarten, Stückzahlen, Zustände und verfügbare Informationen werden als Grundlage für die weitere Behandlung erfasst.

03

Potenziale einordnen

Geeignete Komponenten, Teilegruppen und mögliche Materialströme werden anhand der Projektanforderungen eingeordnet.

04

Demontieren und trennen

Vorgesehene Komponenten werden gezielt demontiert und verbleibende Fahrzeugbestandteile für die weitere materialorientierte Behandlung vorbereitet.

05

B2B-Bestände bereitstellen

Geeignete Bauteile und projektbezogene Warenbestände werden für die weitere B2B-Vermarktung zusammengeführt.

06

Materialien weitergeben

Verbleibende Materialien werden geeigneten nachgelagerten Recycling-, Verwertungs- oder Schredderprozessen zugeführt.

B2B-Wiederverwendung

Geeignete Komponenten als Warenbestand bereitstellen

Durch die gezielte Demontage bleiben nutzbare Bauteile für eine weitere Verwendung erhalten. RETEK bündelt geeignete Komponenten und größere Warenbestände für gewerbliche Abnehmer.

Im Mittelpunkt stehen insbesondere Motoren, Getriebe, größere Teilebestände und projektbezogene Fahrzeugpakete. RETEK vermarktet in diesem Bereich keine kompletten Fahrzeuge.

Umfang, Zusammenstellung und bereitgestellte Informationen richten sich nach dem jeweiligen Bestand und dem vereinbarten Projekt.

Ausgebauter Fahrzeugmotor für die B2B-Wiederverwendung

Motoren und Getriebe

Größere Antriebskomponenten können abhängig von Zustand und Projektvorgaben gezielt demontiert und als B2B-Bestand bereitgestellt werden.

Größere Teilebestände

Aus Serien, Rückläufern oder Projektbeständen können zusammengehörige Teilegruppen für gewerbliche Abnehmer gebündelt werden.

Projektbezogene Fahrzeugpakete

Für geeignete Bestände können abgestimmte Fahrzeugpakete zur weiteren Demontage und Teileverwertung im B2B-Bereich zusammengestellt werden.

Materialorientierte Verwertung

Verbleibende Materialien geeigneten Prozessen zuführen

Nicht alle Fahrzeugbestandteile sind für eine weitere Verwendung vorgesehen oder geeignet. Nach der Demontage können verbleibende Materialien und Restkarossen für nachgelagerte Verwertungsprozesse vorbereitet werden.

Welche Trennung und weitere Behandlung sinnvoll ist, richtet sich nach Fahrzeugart, Zustand, Projektumfang und den verfügbaren Verwertungswegen.

RETEK führt nicht zwangsläufig jeden nachgelagerten Recyclingprozess selbst durch. Abhängig vom Projekt werden spezialisierte Recycling-, Verwertungs- oder Schredderunternehmen eingebunden.

Materialströme trennen

Verwertbare Fahrzeugbestandteile können nach Möglichkeit getrennt und geeigneten weiteren Behandlungswegen zugeordnet werden.

Restkarossen weiterbehandeln

Nach Abschluss der vorgesehenen Demontage werden verbleibende Restkarossen geeigneten Verwertungs- oder Schredderprozessen zugeführt.

Spezialisierte Partner einbinden

Nachgelagerte Verarbeitungsschritte können durch spezialisierte Unternehmen innerhalb des abgestimmten Verwertungswegs übernommen werden.

Entscheidungskriterien

Nicht jedes Bauteil folgt demselben Weg

Ob eine Komponente für die weitere Verwendung vorgesehen wird oder einer materialorientierten Behandlung folgt, hängt von mehreren projektbezogenen Faktoren ab.

Zustand und Schadensbild

Technischer Zustand, sichtbare Beschädigungen und die Vorgeschichte des Fahrzeugs beeinflussen die mögliche weitere Nutzung.

Freigaben und Ausschlüsse

Vorgaben des Auftraggebers können die Wiederverwendung bestimmter Fahrzeuge, Bauteile oder Teilegruppen ermöglichen oder ausdrücklich ausschließen.

Technische und wirtschaftliche Eignung

Demontageaufwand, Verwendbarkeit und Nachfrage werden bei der Einordnung geeigneter Komponenten berücksichtigt.

Projektziel und Nachweise

Das vereinbarte Projektergebnis sowie erforderliche Zuordnungen und Dokumentationen bestimmen den konkreten Behandlungsweg.

Projektanfrage

Wiederverwendungs- und Verwertungsprojekt anfragen

Sie möchten Rückläufer, Ersatzteilträger, beschädigte Fahrzeuge oder größere Bestände einem abgestimmten Wiederverwendungs- und Verwertungsprozess zuführen? RETEK prüft die Ausgangssituation und ordnet mögliche Behandlungswege gemeinsam mit Ihnen ein.

Vorgaben zur Teilegewinnung, zur weiteren Verwendung und zur materialorientierten Behandlung können bereits bei der ersten Anfrage berücksichtigt werden.

Hilfreiche Angaben für die erste Einordnung

  • Fahrzeugart und Anzahl
  • Fahrzeugzustand und Schadenbild
  • Art und Herkunft des Bestands
  • gewünschte Teilegewinnung oder Wiederverwendung
  • ausgeschlossene Fahrzeuge, Komponenten oder Verwendungswege
  • gewünschter Zeitrahmen
  • Anforderungen an Zuordnung und Dokumentation