Industrielle Fahrzeugdemontage
Fahrzeuge nach definierten Projektvorgaben demontieren und verwerten.
RETEK übernimmt die kontrollierte Demontage einzelner Fahrzeuge, größerer Fahrzeugbestände und industrieller Projektmengen. Die Abläufe werden auf Fahrzeugart, Zustand, Stückzahl und das gewünschte Ergebnis abgestimmt.
Je nach Aufgabenstellung können Fahrzeuge vollständig demontiert, bestimmte Komponenten gezielt separiert oder definierte Bauteile entsprechend den Vorgaben des Auftraggebers behandelt werden. Geeignete Komponenten und verbleibende Stoffströme werden den vereinbarten weiteren Nutzungs- und Verwertungswegen zugeführt.

Fahrzeugbestände und Projektarten
Von einzelnen Fahrzeugen bis zu größeren Projektbeständen.
RETEK übernimmt unterschiedliche Fahrzeugarten, Bestandsgrößen und industrielle Aufgabenstellungen. Zustand, technischer Aufbau, Stückzahl und Projektziel bestimmen, wie Übernahme, Demontage und weitere Verwertung organisiert werden.
Altfahrzeuge und reguläre Rückläufer
Einzelne Altfahrzeuge, Flottenrückläufer und größere Bestände können fachgerecht trockengelegt, demontiert und den vorgesehenen weiteren Nutzungs- und Verwertungswegen zugeführt werden.
Unfall- und Schadenfahrzeuge
Bei beschädigten Fahrzeugen werden Zustand, mögliche Gefährdungen und die weitere Verwendbarkeit einzelner Komponenten vor Beginn der Demontage berücksichtigt.
Vorserien-, Versuchs- und Entwicklungsfahrzeuge
Fahrzeuge aus Entwicklung und Erprobung können nach definierten Projektvorgaben bearbeitet werden. Dabei lassen sich Vertraulichkeit, Nachweisführung und die gezielte Behandlung einzelner Komponenten berücksichtigen.
Fahrzeugserien und größere Bestände
Für größere oder wiederkehrende Mengen entwickelt RETEK abgestimmte Abläufe mit geeigneter Kapazitäts-, Logistik- und Dokumentationsplanung.
Pkw, Lkw und Nutzfahrzeuge
Unterschiedliche Fahrzeuggrößen und technische Aufbauten erfordern angepasste Arbeitsabläufe. RETEK berücksichtigt diese Anforderungen bereits bei der Planung des Projekts.
Gemischte Fahrzeugbestände
Auch Bestände mit unterschiedlichen Fahrzeugarten, Zuständen oder Antriebssystemen können gemeinsam bewertet und in entsprechend gegliederte Bearbeitungsprozesse überführt werden.
Demontage nach Projektvorgaben
Umfang und Behandlung für jedes Projekt gezielt festlegen.
Nicht jedes Fahrzeugprojekt erfordert denselben Demontageumfang. RETEK stimmt die einzelnen Arbeitsschritte mit dem Auftraggeber ab und richtet den Prozess auf das gewünschte Ergebnis, die technische Ausgangssituation und den vorgesehenen weiteren Umgang mit Komponenten und Materialien aus.
Trockenlegung und Vorbereitung
Vor der weiteren Bearbeitung werden Fahrzeuge entsprechend ihrer technischen Ausstattung vorbereitet. Betriebsstoffe und weitere behandlungsrelevante Medien werden fachgerecht berücksichtigt und die Fahrzeuge für die nachfolgenden Arbeitsschritte vorbereitet.
Vollständige Fahrzeugdemontage
Fahrzeuge können umfassend demontiert und in Komponenten sowie unterschiedliche Materialfraktionen zerlegt werden. Der genaue Umfang richtet sich nach den vereinbarten Projektzielen und den vorgesehenen weiteren Verwertungswegen.
Gezielte Demontage einzelner Komponenten
Wenn nur bestimmte Bauteile oder Baugruppen benötigt werden, kann die Demontage gezielt auf diese Komponenten ausgerichtet werden. Dazu können beispielsweise Antriebs-, Karosserie-, Elektronik- oder Fahrwerkskomponenten gehören.
Definierte Behandlung von Bauteilen
Einzelne Komponenten können entsprechend den Projektvorgaben separiert, gekennzeichnet, dokumentiert oder gezielt unbrauchbar gemacht werden. Dies kann insbesondere bei nicht freigegebenen, sicherheitsrelevanten oder vertraulichen Bauteilen erforderlich sein.
Komponenten für die weitere Nutzung
Technisch und projektbezogen geeignete Komponenten können getrennt bereitgestellt und – sofern durch den Auftraggeber freigegeben – einer weiteren Nutzung oder der gewerblichen Vermarktung zugeführt werden.
Trennung verbleibender Stoffströme
Nicht weiterverwendete Bestandteile und Materialien werden nach Möglichkeit getrennt und geeigneten spezialisierten Recycling-, Verwertungs- oder Schredderunternehmen übergeben. RETEK führt nicht zwangsläufig jeden nachgelagerten Verwertungsprozess selbst durch.
Wenn eine Teilegewinnung vollständig ausgeschlossen ist
Müssen Fahrzeuge und sämtliche Komponenten dauerhaft aus dem Markt genommen werden, ohne dass Bauteile für eine weitere Nutzung gewonnen werden dürfen, handelt es sich um eine kontrollierte Fahrzeugverschrottung. Dafür gelten ein anderes Projektziel und entsprechend angepasste Abläufe.
Projektablauf
Von der Aufgabenstellung bis zum dokumentierten Projektabschluss.
Der konkrete Ablauf richtet sich nach Fahrzeugart, Bestandsgröße und vereinbartem Projektergebnis. RETEK stimmt die erforderlichen Schritte vor Beginn mit dem Auftraggeber ab und passt den Prozess an technische, organisatorische und sicherheitsrelevante Anforderungen an.
01
Anforderungen klären
Zu Beginn werden Fahrzeugarten, Stückzahlen, Zustände, Zeitrahmen und das gewünschte Ergebnis der Demontage beziehungsweise Verwertung aufgenommen.
02
Bestand und Risiken bewerten
Technischer Aufbau, Antriebssysteme, Beschädigungen und mögliche Sicherheits- oder Schutzanforderungen werden bewertet und in der weiteren Planung berücksichtigt.
03
Logistik und Anlieferung planen
Transport, Anlieferung, zeitliche Abfolge und erforderliche Kapazitäten werden auf den Umfang und die Besonderheiten des Fahrzeugbestands abgestimmt.
04
Fahrzeuge übernehmen und erfassen
Die angelieferten Fahrzeuge werden übernommen und entsprechend den vereinbarten Anforderungen eindeutig erfasst und dem jeweiligen Projektbestand zugeordnet.
05
Trockenlegen und vorbereiten
Die Fahrzeuge werden entsprechend ihrer technischen Ausstattung vorbereitet. Betriebsstoffe und weitere behandlungsrelevante Medien werden fachgerecht berücksichtigt.
06
Demontage durchführen
Die vollständige oder gezielte Demontage erfolgt gemäß den zuvor festgelegten Projektvorgaben und unter Berücksichtigung der jeweiligen technischen Anforderungen.
07
Komponenten und Stoffströme weiterführen
Freigegebene Komponenten werden für die vorgesehene weitere Nutzung bereitgestellt. Verbleibende Materialien werden getrennt und geeigneten spezialisierten Partnern übergeben.
08
Projekt dokumentiert abschließen
Die bearbeiteten Fahrzeuge und vereinbarten Arbeitsschritte werden entsprechend den vor Projektbeginn festgelegten Anforderungen dokumentiert und abgeschlossen.
Wiederverwendung und B2B-Vermarktung
Geeignete Komponenten für eine weitere Nutzung erhalten.
Sofern es die Projektvorgaben zulassen, können geeignete Bauteile während der Demontage gezielt separiert und für eine weitere Nutzung bereitgestellt werden. Damit bleibt der wirtschaftliche und materielle Wert funktionsfähiger Komponenten möglichst lange erhalten.
Ob ein Bauteil weiterverwendet oder vermarktet werden darf, richtet sich nach seinem Zustand, den Anforderungen des Auftraggebers und der projektbezogenen Freigabe. Eine automatische Teilegewinnung oder Vermarktung sämtlicher demontierter Komponenten erfolgt nicht.
Typische Komponentenbereiche
- Motoren und Getriebe
- Achsen, Fahrwerks- und Antriebskomponenten
- Karosserie- und Anbauteile
- Elektronik und Steuergeräte
- Innenausstattung und weitere Fahrzeugkomponenten
- größere und projektbezogene Teilebestände
Ausschließlich für gewerbliche Abnehmer
Die weitere Vermarktung richtet sich an Händler, Werkstätten, Verwerter, Exporteure und weitere Geschäftskunden. Privatkunden werden nicht beliefert. Verfügbarkeit, Zustand und Umfang der jeweiligen Bestände werden individuell abgestimmt.
Technische und sicherheitsrelevante Anforderungen
Unterschiedliche Fahrzeugtechnologien sicher in den Projektablauf integrieren.
Antriebssystem, Energiespeicher, Fahrzeugzustand und mögliche Beschädigungen beeinflussen die sichere Vorbereitung und Demontage. RETEK berücksichtigt diese technischen Rahmenbedingungen bereits bei der Bewertung und Planung des Fahrzeugbestands.
Die erforderlichen Arbeitsbereiche, Qualifikationen und Sicherheitsmaßnahmen werden für das jeweilige Projekt festgelegt. Dadurch können auch gemischte Bestände mit unterschiedlichen Fahrzeug- und Antriebstechnologien strukturiert bearbeitet werden.
Elektro-, Hybrid- und Hochvoltfahrzeuge
Elektro- und Hybridfahrzeuge erfordern eine angepasste Bewertung und Vorbereitung. Mehrere Mitarbeitende verfügen über Hochvoltqualifikationen der Stufen 2S und 3S. Welche Arbeiten durchgeführt werden können, richtet sich nach der jeweiligen Qualifikation, dem Fahrzeugzustand und den projektspezifischen Sicherheitsanforderungen.
Wasserstoff-, LPG- und Autogassysteme
Fahrzeuge mit Wasserstoff-, LPG- oder Autogassystemen stellen besondere Anforderungen an Planung, Arbeitsablauf und Sicherheit. Die technischen Voraussetzungen und die vorgesehene Behandlung werden deshalb vor Beginn des Projekts abgestimmt.
Beschädigte und gemischte Fahrzeugbestände
Bei Unfall-, Brand- oder anderweitig beschädigten Fahrzeugen werden mögliche Gefährdungen und Einschränkungen vor der Demontage berücksichtigt. Bestände mit unterschiedlichen Fahrzeugarten und Antriebssystemen können in geeignete Bearbeitungsgruppen gegliedert werden.
Dokumentation und Nachweisführung
Vereinbarte Arbeitsschritte nachvollziehbar dokumentieren.
Umfang und Form der Nachweisführung richten sich nach der Aufgabenstellung des Auftraggebers. Bereits vor Projektbeginn wird festgelegt, welche Fahrzeuge, Komponenten und Arbeitsschritte erfasst beziehungsweise dokumentiert werden sollen.
Fahrzeug- und Bestandszuordnung
Angelieferte Fahrzeuge können entsprechend den vereinbarten Anforderungen erfasst und dem jeweiligen Projektbestand zugeordnet werden. Dadurch bleibt nachvollziehbar, welche Fahrzeuge in den definierten Bearbeitungsprozess aufgenommen wurden.
Nachweis vereinbarter Arbeitsschritte
Demontage, Separierung, definierte Behandlung oder Unbrauchbarmachung einzelner Komponenten können im zuvor festgelegten Umfang dokumentiert werden. Die Nachweisführung wird an den konkreten Projektvorgaben ausgerichtet.
Externe Prüfung und Informationssicherheit
Auf Wunsch kann eine externe Prüforganisation in den Projektablauf eingebunden werden. Bei vertraulichen Fahrzeugen, Komponenten oder Projektinformationen werden außerdem die vereinbarten Anforderungen an Zugriff, Verarbeitung und Informationssicherheit berücksichtigt.
Nachweisumfang vor Projektbeginn festlegen
Welche Unterlagen und Bestätigungen für ein Projekt erforderlich sind, hängt von Fahrzeugbestand, Projektziel und internen Vorgaben des Auftraggebers ab. Der benötigte Umfang wird deshalb vor Beginn abgestimmt und in den geplanten Ablauf integriert.
Demontageprojekt anfragen
Fahrzeugbestand und Projektanforderungen gemeinsam abstimmen.
Demontageprojekte unterscheiden sich hinsichtlich Fahrzeugarten, Stückzahlen, technischer Anforderungen und gewünschter weiterer Verwertungswege. RETEK prüft die Ausgangssituation und stimmt mit Ihnen einen geeigneten Projektablauf ab.
Für eine erste Einschätzung genügt eine kurze Beschreibung des Fahrzeugbestands und des gewünschten Ergebnisses. Weitere technische, organisatorische und dokumentationsbezogene Anforderungen können anschließend gemeinsam konkretisiert werden.
Für die erste Abstimmung hilfreich
- Art und ungefähre Anzahl der Fahrzeuge
- Fahrzeugzustand und vorhandene Beschädigungen
- aktueller Standort des Fahrzeugbestands
- gewünschter Demontageumfang
- vorgesehener Umgang mit Komponenten und Materialien
- gewünschter Zeitrahmen und mögliche Logistikanforderungen
- Anforderungen an Dokumentation, Vertraulichkeit oder externe Prüfung